Montag, 8. November 2004

schreiben und schwitzen



Hi hi everybody,

I reached Zambia... ach ja... Deutsch...
Es ist gar nicht lange her seit der letzten Mail. Weil ich gerade in Lusaka bin, nehme ich trotzdem die Gelegenheit wahr um die letzten paar Tage loszuwerden. Normen und Ich haben doch noch Zambia erreicht und stellen fest dass sich einige Dinge geaendert haben: Alles wird teuerer, die Maedels sehen besser aus und die Supermaerkte haben eine (viel) groessere Auswahl. Gerade eben, auf dem Weg hierher hat die Polizei dem Will 60.000,- ZKw ($13,-) aus der Tasche gezogen wegen 72Km/h wobei wir seit 15min nur 60 fahren..."guck mal, da kommen Weisse!"In Chipata bin ich ebenfalls ganz nett abgezockt worden beim Geldwechsel (4.Nov.). Dafuer haben wir das Zambiavisa gespaart. So gewinnt und verliert man...suefz.

Sorry fuer's letzte Mail... es war wohl was viel.
stay tuned...
Mike

Next Steps:
I'll probably hang around Luongwe and do some kanu riding, head off to Lusaka again. Then off thru Zimbabwe. Since they won't let me in the parks with the bike, I'll be waiting at the gait for a swedish female vollyball team (I heard there must be one somewhere) to let me join them. By the beginning of December, I should reach the SA border.
Ach ja, noch was... Normen's Stossdaempfer ist hin und es macht keinen Spass mehr zu fahren. Also werden sich unsere Wege fuer eine Weile trennen bis Durban (ab Lusaka).

1. Nov. 04 Lilongwe
3/4 des Tages verbringe ich mit meinem Tagebuch. Sonst nichts nennenswertes.

2. Nov. 04 Lilongwe
rumlungern, Waesche und Internet. In diesem Laden ist gar nichts los! Ein paar Leute sehen wir wieder aus frueheren Campsites... das war's.
Tipp: Wenn du einen Campsite in Zambia anschreibst (e-mail), schicken Die einen FAX an der Grenze und du spaarst die $25 Visa... es funktioniert! 3. Nov 04 Chipata
Am Mittag bekommen wir unsere Bestaetigung fuer das Visa und ziehen Nachmittags los. Soviel zu Malawi. Wir wollten noch Fotos vom Innenstadt Lilongwe machen, doch es war kein Innenstadt zu finden. Die Grenze war OK und wir zahlten nix wegen dem FAX vom Camp. In Chipata schlagen wir unsere Zelte im "Wildlife Camp" auf, was ghanz OK ist. Fuer $2/Nacht ist's prima und ich ziehe mir ein T-Bone Steak abends rein. 4. Nov. 04 Mfue
Wir hatten noch eine Menge Malawi Kwachas die wir wechseln wollten bevor wir weiter ziehen. Leute macht dass bloss nicht auf der Strasse! Diese Jungs sind lauter Salvatores (Kartenspieler) und zocken dich ab. Es geht so: Sie bieten dir einen guten Kurs an und zaehlen Tausende von diesen Scheinen ab. Du nimmst sie und gibst ihnen deine Scheine. Daraufhin sagt er, es waere zu wenig und will seine Scheine wieder haben. Du willst kein Aerger und gibst es zurueck. Dann kriegst Du deine Scheine ebenfalls. (jetzt musst du nochmal zaehlen! Die Ueberraschung ist gross wenn was fehlt.). Das Verzell faengt an mit neu Verhandlung und du einigst dich auf den ersten Kurs. Dann geht die Zaehlerei wieder los: 100.000 hier, 100.000 da, was nicht einfach ist mit all den Scheinen und nach einer Zeit steckst du den Buendel ein und willst nur noch weg. Beim spaeteren Nachzaehlen und Sortieren merkst Du dass wieder ein Teil fehlt. Bei mir waren es. 160.000 ($32). Mein Tipp: ALLES was aus andere Haende kommt, erst zaehlen, einstecken und erst dann eigene Kohle rausruecken. Eine Diskussion erwartet Dich mit Aerger... besser ist, nicht auf der Strasse wechseln, selbst beim scheinbar schlechteren Kurs.Die Strecke nach Mfue ist eine Schotterpiste die mit 70km/h befahren werden kann... es sei denn dein Stossdaempfer ist so kaputt wie Normen's. Das "Flatdogs Camp" ist schoen gelegen und wir bauen unsere Zelte auf Plattformen in den Baemen auf wegen wilde Tiere und so. Die Nacht kostet $5 und am Flussufer laufen abends Hippos rum. Morgens kommen die Affen um das Fruehstueck zu klauen. Ich schlafe sehr schlecht wegen der Hitze. 5. Nov. 04 Mfue
Den ganzen Tag nur rumgelungert bis Sonnenuntergang. In der Abenddaemmerung spazieren wir am Fluss entlang und beobachten eine Herde Elefanten die uns ziemlich nahe (ca. 8m) passieren. Leider sieht man nichts auf den Fotos und als Normen naeher gehen will, macht ihm einer der Riesen ziemlich klar, er sollte das nicht tun. Tja, da diskutiert er nicht
lange und haut ab. Mit den Hippos verhaellt es sich aehnlich, die aber auch auf'm Platz rum laufen. Uebrigens, eine Elefantentruppe hat vor 3 Tagen die ganze Kuechenausruestung eines Overlanders zerstoert 6. Nov. 04 Bridge Camp (15 0.408S ; 30 12.912E)
Relativ frueh (10) machen wir uns vom Acker des Flatdogs Camp. Die Strecke richtung Petauke ist offroad und supergeil. Allerdings haben wir fuer 170km 5 Stunden gebraucht und DIE haben gereicht. Unterwegs hoere ich wie irgendwas kaputt geht...oh, oh mein Radlager gibt den Geist auf, aber noch geht's raus aus dem "Nichts".
Auf der Asphaltstrasse wackelt mein Hinterrad genauso weiter wie auf der Piste, und ich sehe dass ich hinten rechts KEIN Radlager mehr habe! Das Ding hat sich vollkommen aufgeloest. Waehrend ich versuche meine AT zu verartzten, faehrt Normen los um Hilfe zu holen. Ich konnte natuerlich nichts ausrichten wegen fehlendem "Pack an". Im Dunkeln kommen Normen, Will* und ein paar Helfer mit'm Anhaenger an und wir ziehen richtung "Bridge camp" los.
* Will ist der Besitzer vom Bridge Camp
Zu erwaehnen waere dass mehr kaputte Fahrzeuge am Strassenrand zu finden sind als auf der Strasse selbst. Das Bride Camp ist super gelegen an einem Fluss der Mosambique/Zambia trennt. Will und Lindsey sind super nett und die Nacht kostet $3 (Zelt). Am Tage sind's 45Grad und nachts 30Grad. 7. Nov. 04 Bridge Camp
Nach'm Kaffee versuche ich, mit den Werkzeugen die wir haben, den Aussenring des Lagers von der Nabe zu loesen. Weil es aber keinen Ansatzpunkt hat, kloppe ich mir statt dessen auf dem Daumen, der dann fuer eine Weile anschwoll. Will bietet mir an fuer morgen mit nach Lusaka zu fahren um da Hilfe zu bekommen. Der Rest des Tages haenge ich an Lindsey's Rechner der seit geraumer Zeit nicht mehr mit dem Satellitentelefon spricht. Da kann ich nicht viel machen, weil Sie keine Kodes und keine Software hat. 8. Nov. 04 vor Lusaka
Am Vormittag setzen wir uns in Will's und Lindsey's Auto und dackeln richtung Lusaka los. Nach 3 Stunden erreichen wir ein Yamahahaendler, der mir Schweisspunkte setzt damit ich das Ding rausbekomme. Der Highlight der Fahrt war ein Tsetzsefliegenkontrollpunkt... falls wir doch eine Fliege im Auto haben sollten?! (Ich bin mal gespannt wenn wir diesen Punkt mit den Mopeds passieren). Naja, die neuen Lager sind drinn und nach'm Pizza kamen wir im teuerem "Pioneer Camp" unter ($5/Nacht).

Sonntag, 31. Oktober 2004

muede, aber wohlauf

Rehi,
zur Zeit bin ich in Lilongwe und versuche mein Tagebuch endlich loszuwerden weil es sehr wenige Internetanschluesse in Malawi gibt und weil die wenigen auch noch sauteuer sind.
Mir geht´s sehr gut obwohl ich seit einiger Zeit mit Malaria rechne seit dem ich Lariam abgesetzt habe...

Einige haben mich gefragt wie ich gedenke mit der Zeit hinzukommen... naja, das frage ich mich auch schon die ganze Zeit! Wie es aussieht habe ich zwei Probleme: Namibia soll sehr schoen sein und die Dreitagessylvesterfeier am Strand von Kapstadt will ich auch nicht missen. Also, werden Normen und ich durch Zimbabwe nach Suedaftrika jucken. In Januar werde ich mein Carnet verlaengern muessen und dann geht´s wieder „hoch“ nach Botswana und Namibia. Dann aber wieder nachhause... obwohl, Madagaska mich ebenfalls reizt... mal sehen.
Auf’m Marktplatz (Kunduchi) ist Einkaufen teilweise recht muehsam. Diese leute brauchen 20min um 1200 + 800 zu rechnen. Das birgt auch Vorteile… Jeder versucht mich abzuzocken mit einem hoeheren Preis. Wenn ich aber 3 (egal was) bestelle, koennen sie’s nicht zusammen rechnen und ich bekomme den einheimischen Preis.
In Dar´ selbst parkt man mehr als man faehrt... an jeder Ampel stehen jede Menge Leute rum die einem ´was verkaufen wollen. Das Spektrum reicht von Nuessen und Aepfel bis Bettlaken und Hausantennen. Sollte ich eine Hausantenne brauchen, lass´ ich mich an einer Ampel beraten und am naechsten kaufe ich eine...

Endlich endlich erreichen wir das sagenumwobene Malawi, wovon ALLE sagen dass es so schoen ist. Und wie seh´ ich es? Es ist wirklich toll! Ich habe den Eindruck dass das ganze Jahr ein riesiges Wochenende ist. Die Leute sind recht zivilisiert und freundlich. Ich werde nicht belagert und ich finde einen Klub der zugezogenen Mzungus die verstreut ihre Existensen aufgebaut haben und sich alle kennen und regelmaessig treffen. Der Umgang ist fascinierend herzlich und man nimmt sich Zeit fuer den Naechsten.
Bisher habe ich mir diese Leute vorgestellt die allzeitbreit rum liegen und „Peace“ fluestern... nee, es ist beeindruckend wie viel Arbeit und Muehe sie in ihre Visionen investiert haben. Diese Muehe macht sich ueberall bemerkbar, besonders zu meinem 40. als wir eine „kleine“ Feier hatten mit Kuchen, Deco und das ganze drum und dran. Ich bin sehr Froh hier gefeiert zu haben... schoener waer´s wenn ihr alle hier waeret!

Kleinere Orte, wie Livingstonia, sind weiter auseinander liegend und sehr sauber. Die Menschen sind mit ihrem Leben beschaeftigt und gruessen nett... das war´s. Die Haeuser bestehen in der Hauptsache aus Ziegelsteine die hier ueberall gebrannt werden. Das ganze wird nur betruebt durch manche Idioten in Tourizentren wie Nkhata Bay oder Monkey Bay. Ich habe den Eindruck dass es irgendwo eine Schule geben muss der einem beibringt wie man einen extrem coolen Art des Gehens lernt oder einem die coolsten Begruessungssprueche aufzaehlt.
Das Schnorcheln am Chumba Island hat mir keine Ruhe mehr gelassen, so machte ich einen Taucherschein in Nkhata Bay. Es gibt nicht allzusehr viel zu sehen in 20m Tiefe ausser Barche in alle Farben, doch zum lernen ist´s hier optimal wegen dem Suesswasser und der Bodenbeschaffenheit. Kostenpunkt: 170USD (NAUMI) oder 180 (PEDDI) fuer 5 Tage und 6 Tauchgaenge.

Wiedereinmal halte ich Unterricht in E-Sachen ab. Normen hat´s heimlich gefilmt und wenn wir was zu lachen haben wollen, schauen wir´s uns gelegentlich an... Davon erzaehle ich wenn ich zurueck bin...
4 Tage an einem Ort wie Chitimba Beach sind super Anstrengend und man trifft die verschiedensten Leute in Overlander trucks. Neulich Abends kommt ein Suedafrikaner an und fragt ob er sich mit mir zusammen ablichten lassen kann, ich waere fuer ihm ein Held! Ein Anderer laeuft den ganzen Abend rum und ruft „holy moly, peep peep“. Wieder ein Anderer zieht ein Frauenslip an und laesst seine Nuesse ablichten. Eine Swedin erzaehlt rum wieviel Geld sie hat und versucht sich erfolglos abschleppen zu lassen...
Ein Overlander ist ein umgebauter Lkw mit sitzen fuer bis zu 40 Leuten. Diese trucks machen dann Exclusivreisen fuer Leute die zu schissig zum selberfahren sind (hauptsaechlich Maedels). Man faehrt von Ort zu Ort und die Fahrer organisieren ALLES.

Solltet ihr noch nicht genug gelesen haben, hier geht´s weiter:

Jetzt hab´ich mich fusselig geschrieben...
Maat et juht !
Mike

Next Steps:
If you book yourself to a campsite in Zambia, you don´t pay a visa fee at the border, so we´ll wait for the confirmation right here (Lilongwe) and then move to a park between here and Lusaka. Next would then be Lusaka and then crossing the border to Zimbabwe. We didn´t figure out yet how to enter the great, cheap parks in Zimbawe because they won´t let us in with the bikes. But the pictures I´ve seen are stunning

26. Sep. 04 (Mahaba Beach)
Tja, mit dem Boot gab’s nichts weil dauernd irgendwelche Leute vorbei kommen und ein Verzaehl halten. Der Aussenborder lief auch nicht so richtig, also verschieben wir das. Der Tag vergeht wieder mal ruck-zuck und des Abends besuchen wir die naheliegenden Campsites… wieder neue nette Leute… 27. Sep. 04 (Mahaba Beach)
“Grillen” ist der Plan fuer heute Abend. Also fahre ich mit Eric zum Nachbardorf einkaufen. Als ich zurueck komme, kommt Normen mir entgegen und der “update” zieht sich. Wie durch Zauberhand, vergeht die Zeit und im Dunkeln zuenden wir ein Feuer und grillen mit 10 Leuten. Morgen soll “Reifentag” sein und Mittwoch abfahrt… ich bin gespannt.28. und 29. Sep. 04 (Mahaba Beach)
Rum lungern weil die Reifen noch nicht da sind... Sadis bestellter Billiardtisch kommt auch nicht.

30. Sep. 04 (Mahaba Beach)
Wir verbringen den ganzen Tag in Dar es Salaam um Normens Reifen aus dem Zoll zu bekommen. Es dauert auch den ganzen Tag und spaeter verbringen wir den Abend wieder am Feuer. Das Chaos in der Stadt ist schon bemerkenswert. 1. Okt. 04 (Mikumi)
Puh! Tschoe sagen ist manchmal sooo schwer! Irgendwann schaffen wir es doch, Sadi und Bona werden wir eines Tages wieder sehen. Normen hat einen Platten und den flicken wir eineinhalb Stunden lang. So wird´s dunkel als wir durch den Mikumi Park fahren und die ganzen Elefanten passieren. Es gibt alle 200m einen Achsenbrecher und unterwegs finden wir eine riesen Fahrzeugversammlung um einen Bus der sich mehrmals ueberschlagen hat. In Mikumi selbst halten wir und uebernachten in einer Lodge dessen Name ich nicht mehr weis... direkt neben einem Schweizer laden. In Mikumi suchen die Leute nach dem Hund der da begraben ist. Keine Bars, keine Musik... nix! An der Rezeption laeuft der Fernseher mit einem Nigerischem Soap...gaehn. 2. Okt. 04 (nahe Sao Hill)
Recht flott schaffen wir es aus diesem langweiligen Ort zu verschwinden. Wir fahren, fahren, fahren und schlagen unsere Zelte nahe einem Wald bei Sao Hill auf . Es verspricht eine ruhige Nacht zu werden weil die Muecken die Hoehe nicht so richtig moegen... so war´s dann auch.
Sehr weit sind wir ja nicht gekommen, trotz der Asphaltstrecke, aber schliesslich sind wir nicht zum Spass hier...oder? 3. Okt. 04 (nahe Njombe)
Geteert geht´s weiter bis Makambako (tanken), dann links ab nach Njombe. Dort assen wir und machten einen Besuch im Internet. Der Blumenfarm vom Mzumi und Asdina (wer Die beiden sind, haengt mit der komplizierten Geschichte in Tanga zusammen) war nicht so einfach zu finden wie wir dachten, doch Ende gut-alles gut. Abends Spagetti und ein Verzell am Kamin. Des Nachts friert es! 4. Okt. 04 (nahe Njombe)
Asdina laedt uns zum Fruehstueck ein und wir erzaehlen viel von ihren Bilder (sie ist Fotografin) und deren teilweise tragischen Geschichten und von Stecken am See entlang. Eine Besichtigung ihrer Blumenfarm hinterher und Abends gibt´s Barbeque. Bruce ist Landwirtschaftsingenieur, er und ich reden sehr viel ueber autarke Strom- und Wasserversorgung. Diane kann viel ueber Arbeitserlaubnisse und Behoerdengaenge erzaehlen. Am Abend trinken wir Bier und quatschen bis zum Highlight des Abends als ein Hundepaerchen ineinander feststecken und verzweifelt auseinander gehen wollen... oi oi, ea sieht sehr schmerzhaft aus! 5. Okt. 04 (Manda)
Der Abschied -wie so oft- schwer (man, Alle sind immer so nett!) von Mzumi, Asdina, Bruce und Diane, doch dafuer ist die Strecke hammerscharf... rauf und runter die Berge, ueber eine Faehre die von Hand gezogen wurde und an Fluessen vorbei. Ich bekomme Lust zum Hiken, doch daraus wird´s erst mal nichts. Wir koennten den ganzen Tag fotografieren weil die Baeume verschiedene Farben haben und einfach schoen sind. Die Srecke ist selbst offroad, doch nicht zu schwierig so das ich rechts und links gucken kann. In Manda kommen wir fuer lau in einer katholischen Mission unter, der recht nett ist bis auf die tausend Floehen im Bett. Fruehstueck bekommen wir auch serviert. 6. Okt. 04 (Mbamba Bay)
Es geht weiter durch die geile Landschaft bis wir abends Mbamba Bay erreichen. Am Ufer liegt eine Lodge der OK aussieht. Bemerkenswert sind vielleicht die dicken, alten Frauen die den ganzen Tag im Dreck rumsitzen. 7. und 8. Okt. 04 (Mbamba Bay)
Die Freizeitangebote in diesem Dorf sind in 30min abgeschoepft und wir versuchenn moeglichst bald ein Boot nach Malawi zu bekommen. Dies scheint aber nicht so einfach zu sein. Das einzige Highlight in diesen Tagen ist als Normens Laptop-Netzteil explodiert am Generator des Hauses. Das Nest ist klein, verschlafen und nicht alzu sauber. 9. Okt. 04 (Mbamba Bay)
Tagsueber, nichts tolles... rumlungern & essen. Gegen 17 fahren wir zum Dock und erledigen unser Papierkram. Die Mopeds werden mit´m Kran auf´s Boot gehievt und das Warten beginnt. Tja, heute werden wir wohl nicht mehr ablegen und wir machen es uns gemuetlich wie moeglich auf Deck, immer unsere Sachen im Auge bei den vielen Leuten die hier rumlaufen. 10. Okt. 04 (Nkhata Bay)
Morgens um 6 legt das Boot endlich ab und 4 Stunden spaeter kommen wir in Malawi an. Dort muessen wir eine weitere Stunde warten weil der Steg belegt ist. Immigration und Zoll war voellig problemlos und uns wird „Mayoke Village“ empfohlen als Bleibe. Mayoke mit ihren Bandas liegt direkt an einer Bucht am See. ´ist auf´m Hang der anfangs sehr muehsam ist aber man gewoehnt sich daran. Kathrine und Gary sind die Besitzer und wir werden familiaer gegruesst. Peace & Love sind hier die Worte und alle Leute sind super nett. Das Essen und das Bier schmeckt sehr gut und in ein paar Tagen werde ich ueberrascht wieviel Geld ich noch ausgeben werde. 11. Okt. 04 (Nkhata Bay)
Gegend auskundschaften, schwimmen und wieder hundert Leute kennengelernt. Im Ort gibt´s viele „beachboys“ die extrem „cool“ sind dass sie mir maechtig auf´m Zeiger gehen. Manchmal wirke ich unfreundlich... hmm ´ist mir aber egal. Ich lerne Jan kennen und plane mit ihm eine Wandertour nach Livingstonia nach dem Tauchkurs.

12. Okt. 04 (Nkhata Bay)
Normen und ich fahren nach Mzuzu um sein Netzteil zu besorgen. Dort lernen wir den Elektromagier Ralf kennen der Leute aussbildet und ALLES repariert. Als wir fachsimpeln, kommen immer mehr Studenten an und stellen Fragen. Meine Meinung kann ich hier nicht klar machen... Ich bin fassungslos. 13. bis 16 Okt. 04 (Nkhata Bay)
Frueh morgens um 7 aufstehen und zur Tauchschule. 3 Stunden Theorie, 1 Stunde Tauchen, Mittagspause, 2 Stunden Theorie und eine Stunde Tauchen... 8:30 bis 16:30
Abends rumlungern, schnorcheln und erzaehlen. 17. Okt. 04 (Nkhata Bay)
Pruefungstag.
Um 9 zum ersten heutigen Tauchgang. Das Wasser ist ein bisschen wellig und aufgewuehlt. Ich merke wie mir das Verhalten unter Wasser immer leichter faellt und alles immer mehr Spass macht. Es ist schon ´was sich in 3 Dimensionen bewegen zu koennen... oben/unten (Koerperhaltung) spielt ebenfalls eine keine Rolle.
Nach dem Tauchen zur schriftlichen Pruefung die eineinhalb Stunden dauerte. Am Nachmittag das Abschlusstauchen. Diesmal ohne Instruktionen, einfach drauf los und geniessen... geil! Abends Abschlussessen und Trinken. 18. Okt. 04 (Nkhata Bay)
Lange schlafen waere nett gewesen, doch die Brandung ist unheimlich laut heute morgen und weckt mich recht frueh. Wir fahren nach Mzuzu um einzukaufen, Internet zu checken und um Fatuma vom Bus abzuholen. Der Bus hat Verspaetung und Jan und Normen lassen mich alleine zurueck. Bei der Gelegenheit halte ich Unterricht bei Ralf und Spaeter gehe ich zum Biergarten. Dort lerne ich Geroll und Jennifer kennen. Sie betreiben eine Lodge namens Muzoozoozoo. Dort angekommen, stellt es sich raus dass es unheimlich nette Menschen sind, die eine urgemuetliche Bar/Wohnzimmer haben. Mit den Beiden Jungs (11 und 14) gibt´s genug zu lachen und die Zeit vergeht recht schnell und um 21 gehe ich zum Busbahnhof. Bis nachts um eins dauert´s bis der verdammte Bus ankommt und ich verbringe die Zeit mit dem Wildleben der lokalen Muecken zu beobachten und verschiedene Toetungsarten ausdenke und probiere. 19. Okt. 04 (Nkhata Bay)
Normen schneidet mir die Haare und der Tag ist ruhig. Abends dafuer umso jecker. Man hatte eine Feier fuer Gestern vorbereitet der heute stattfindet. Trinkspiele (am Wasser) koennen ganz schoen was losmachen! 20. Okt. 04 (Nkhata Bay)
Lange schlafen ist heute angesagt. Ich fuehle mich gar nicht wohl und es wird ein ruhiger Tag. Heute geht´s wohl nicht in die Berge.

21. Okt. 04 (Chitimba)
Beim Fruehstuecken entscheiden sich Chris (Jo-Burg), Michel (Tel Aviv) und Carmit (Tel Aviv) uns, Fatuma (Dar es Sallaam), Jan (Hamburg) und mich (Koelle), auf der Wandertour zu begleiten. Chris muss zurueckziehen weil er arbeiten muss (Tauchschule) und die Maedels lassen auf sich warten. Endlich geschafft, ziehen wir los... Erst nach Mzuzu dann weiter nach Chitimba. Im 14-Sitzer finden 24 Leute irgendwie Platz und die warme, enge Fahrt bringt uns hin. „Chitimba Beach“ ist eine Bar mit Bandas rings herum und super Sandstrand. Beim Bier bietet Roy (Manager) mir, Normen und Fatuma freie Uebernachtung, Essen und 75% Trinken an, wenn ich nach seiner Elektrik schaue und in Ordnung bringe. Ich willige ein und beschliesse baldiges Wiedersehen. Das Wasser ist so warm dass es nicht erfrischt und nachts „ohne nix“ zu schwimmen scheint hier irgendwie Pflicht zu sein. Der Abend wird lustig. 22. Okt. 04 (Mushroom Farm)
Gegen 10 kommt Michel´s Traeger und wir tigern los in die Berge. Die Abkuerzung war so Steil dass die Grenze Wandern/Klettern beruehrt wird. Meine 10kg Gepaeck macht mir zu schaffen doch ich halte durch. Es geht an verschiedenen Haeuser vorbei und durch´n Wald. Die Hitze ist nahezu unertraeglich. Nach 4 ½ Stunden erreichen wir das Mushroom Farm wo Mick und Josie ein Zeltplatz gebaut haben. Die Zelte sind direkt am Hang gelegen und Schlafwandler sollten sich besser festschnallen. Die Farm ist so gelegen dass man einen Wahnsinnsblick auf´m See hat und direkt am Hang liegt wo’s 400m steil abfaellt. Der Traeger von Michel macht ein Terz weil er Jedem 100MK abnehmen will als Fuehrer. Dass das nicht der Deal war, wollte er nicht einsehen und die Israelimaedels kommen in Pfad... oi oi oi. 23. Okt. 04 (Livingstonia)
Michel und Carmit beschliessen mit den anderen Israelis (die schon dort waren) nach Rumpi zu fahren, und so sind wir noch zu dritt. Ein paar Fotos gemacht und weiter den Bergen hoch gequaelt. Wir kommen an einem Wasserfall vorbei der recht nett aussieht. Livingstonia ist eine ruhige kleine Stadt mit freundlichen Menschen. Ich koennte mir vorstellen eine Weile hier zu bleiben. An einem Lodge namens „Stone House“ stellen wir die Zelte auf und zahlen 350MK/Nacht. Zu essen gab´s ausser Reis mit Huhn nichts, also verspachteln wir unser Dosenfutter: Tuna und Corned Beef. 24. Okt. 04 (Mzuzu)
Alles gepackt und bezahlt, gehen wir diesmal die Strasse entlang den ganzen Weg bis Chitimba und sind dann von einem Lkw mitgenommen worden. Jan setzt sich ins Fuehrerhaus und ich sehe wie der Fahrer und Jan bei jedem Halt zum Kiosk rennen und sich mit Bier eindecken. Die Zwei haben Spass und fuer mich ist fascinierend zu sehen dass jeder Lkw-Fahrer eine Flasche Bier in der Hand hat. Die Zwei vorne liegen sich in den Armen und aufgrund dessen ´zahlen wir auch nichts fuer die Fahrt. Weil´s spaet ist, bekommen wir keine Busverbindung von Mzuzu nach Nkhata Bay. Jennifer und Geroll fallen mir ein und wir kehren dort ein und gehen relativ frueh zu Bett. Der Trip war zwar nicht so schoen wie Cherengani (Kenya) aber bereuen kann ich es nicht. 25. Okt. 04 (Nkhata Bay)
Irgendwann, nach´m Fruehstueck ging´s mit´m Minibus nach Nkhata Bay. Ich berichte Normen von meinem Vorhaben und der Deal und er willigt ein mitzukommen. Am Abend halten wir... wieder mal... eine Party und haben gute Laune bis um 5. Dabei beschliessen Chris, Carmit, Jan und Paul (Belfast) uns nach Chitimba zu begleiten. 26. Okt. 04 (Mzuzu)
Um 7 werde ich geweckt um rechtzeitig zu Tauchen. Das Tauchen war wieder prima mit Sicht um 15m in 20m Tiefe. Kathrine liess das Dach von der Bar erneuern und das Packen dauerte bis 16. In Mzuzu angekommen, gebe ich meine letzten Kwachas aus und weil alle Banken und Wechselstuben „zu“ haben, muessen wir hier bleiben und kommen wieder bei Jennifer und Geroll unter. Ein Deutscher namens Thomas hat sein Laptop dabei und zeigt Bilder von Zimbabwe... Alles klar! Der neue Plan steht fest. 27. Okt. 04 (Chitimba)
Zur Bank, zum Einkaufen und zur Busstation (heute faehrt Fatuma nachhause). Um 14 „Ace Ventura“ auf DVD gesehen und dann endlich weiter nach Chitimba um 17. Bis hinter Rumpi geht´s recht zuegig bis der Aethiopische Flicken sich aufloest und ich meinen 4. Platten habe. Gegen 20 erreichen wir „Chitimba Beach“ und treffen die Anderen. Die Musik ist gut und die Bar ist voller Menschen die im Overlander unterwegs sind. Die Party ging bald los... 28. Okt. 04 (Chitimba)
Weil ich nicht geschlafen habe, fange ich den Tag mit Sonnenaufgang ueber Lake Malawi der zwar schoen war aber nicht umwerfend. Mit der voellig betrunkenen Dee (Dublin) bequatsche ich Beziehungsprobs von 5 bis 7. Um 6:30 macht Dave die Bar auf und schon wieder habe ich ein Bier in der Hand. Roy geht´s heute auch nicht gut, also verschieben wir die Reparatur auf Morgen. Am Abend treffen neue Overlander ein und wieder eine neue Party... Roy weis wirklich wie man die Leute zum trinken bringt!
Uebrigens: tagsueber ist´s viel zu warm um irgendwas zu unternehmen.29. Okt. 04 (Chitimba)
Morgens frueh um 13 mach´ich mich an die Arbeit. Unterstuetzung von Normen, Carmit, Jan, Chris und Paul bekomme ich zur Freude Allen wegen der Bezahlung...alle Getraenke zum halben Preis! Mein Lohn ist „all inclusiv“!! Es stellt sich raus dass wir den Generator reparieren koennen und Roy schaeumt ueber vor Freude und laesst sofort eine Flasche springen. Nach´m fantastischen Essen, kommt Wind auf und weitere 3 Overlander erscheinen... die Bude wird voll! 30. Okt. 04 (Chitimba)
Der Morgen verbringen wir auf der Couch und spaeter am Wasser. Mein Ruecken ist jetzt verbrannt vom Sandburg bauen und quatschen. Am spaeten Nachmittag fahren Normen und ich hoch zur Mushroom Farm um tschoe zu sagen. Der letzte Abend in Chitimba soll´s werden und wieder neue Leute kommen... es verspricht wieder eine von diese Naechte zu werden. Um 2 fallen mir die Aeuglein mitten im Gespraech zu... tja, mein Akku war leer! 31. Okt. 04 (Lilongwe)
Roy bietet mir einen Job hinter der Bar an ueber der ich ernsthaft nachdenke... im neuem Jahr vielleicht.
Um 11 machen Normen und ich auf´m Weg. Die Strasse ist geteert und es geht durch verschiedene Waelder und es duftet nach Pinien. Der Lonley Planet empfiehlt „Kiboko Campsite“, doch ich find´s recht teuer und sehr ruhig!

Sonntag, 26. September 2004

finding Nemo

Hi Leute,
Also, falls einer Nemo sucht… ich hab’ ihn gefunden, und seine ganzen Freunde ebenfalls. Selbst den Dude. Die lungern um Zansibar herum und freuen sich auf Besuch.
Z-Bar selbst, finde ich nicht soo toll. Wenn einer auf engen Gassen steht und alte islamische Gebaeude mit den handgeschnitzten Tueren… der ist auf Lamu besser aufgehoben. Die Straende sind schon geil, aber die findet man auf’m Festland ebenfalls, nur viel billiger.
Das Wasser ist tuerkis-blau, klar und warm -ueberall-
Endlich hat es auch mit der Nachtdhow hingehauen (23.)…sorry Lucy!
Ein kleiner Tipp fuer die Reisenden: Leute besorgt euch ein Mobiltelefon!

Am 25. gab’s einen Grundkurs in Elektrotechnik fuer den Hausmeister Ali. Die Verdeutlichung der Elektronen und den Elektronenloecher mit “ladys” and “guys” und dass sie immer wieder zusammen kommen wollen und sich dafuer auch noch durch enge Korridore quetschen und schupsen, hat ihm gefallen und schien das einzige zu sein was er verstanden hat. Dass die Spannung steigt je mehr einzelne ladys da sind, ist doch klar!
Mahaba Beach Resort ist ein gefaehrlicher Ort… ich fuehle mich hier so wohl dass ich gar nicht mehr weg will…ganz uebel (ihr wisst ja, dass Joa schon in Namibia ist). Sadi und Bona sind extrem nett und man ist in der Familie integriert als wenn ich schon immer hier waere. Wir reden viel ueber business-Moeglichkeiten und selbst auf Chumba Island ist mir ein Job angeboten worden fuer ein- oder zwei Jahren…hmm

Jeden Tag lerne ich eine neues Wort in Swahili-language wobei mir das Wort “poah” (“cool”) am besten gefaellt. Wenn man mit der Zeit die Jungs kennt, gruessen die mit “mambo” (wie sieht’s aus?) und Du erwidderst mit “poah” und alle grinsen…cool!
Kippen, Bier, Brot, Eier, Kartoffeln, Zwiebeln, Rindfleisch und Knoblauch einkaufen ist mittlereweile kein Problem im Nachbardorf wo keiner englisch spricht.
Merkwuerdigerweise lerne ich recht schnell die “richtigen” Worte: Ich moechte eine Gabel und man sagt mir “uma”, wobei ich ‘Kuma” verstehe. “Kuma nzuri iko wapi?” heisst “Wo finde ich eine schoene Muschi?”. Gepraechstoff fuer die naechste halbe Stunde war gesichert. In Uganda sprach ich von Brot in Aegypten “Mana”. Da war sie wieder… “Mana verush” kommt in der Bar ganz gut an -> ”Brot schmeckt gut”...!

Wo ich es gerade sehe, finde ich’s bemerkenswert wie zwanglos hier gepinkelt wird. Wenn’s dunkel ist, spielt’s eigentlich keine Rolle wo und wer dabei ist… schwup ist die Hose runter und schon hocken die Maedels (auch mitten im Gespraech). Wenn’s hell ist, geht man eben um eine Ecke wo wenigstens eine Himmelsrichtung verdeckt ist. (wenn ich an zuhause denke…). Mit den Jungs ist’s ‘eh kein Thema. Uebrigens, in Kampala ist’s mehr wie bei uns (der Grund dafuer ist eine Zeitung names “Hot Pepper” der Kohle vergibt fuer Fotos mit Fummelleien oder Aehnliches. Es wird nicht nach Druckerlaubnis gefragt).
Mir faellt auf, dass in geschlossenen Haeusern kein Mensch die Klotuer schliesst… nur um das Thema zu vertiefen.
Ach, ist das bloed… o. AE. sieht merkwuerdig aus, oder?
Jeck ist auch, wenn man diese Masai-Typen in ihren Traditionstrachten auf der Tanzflaeche zappeln sieht. Es sind eh’ ganz merkwuerdige Leute.

So, genug geschrieben… jetzt gehe ich schwimmen.

Salama

16. September 2004 20km noerdlich von Dar es Salaam
Normen, Bona und ich verbringen den Tag mit Einkaufen und Normen’s eingetroffenen Spielzeuge. Die Aktion nahm den ganzen Tag in Anspruch weil der Verkehr in Dar, der Horror ist.

17. September 2004 20km noerdlich von Dar es Salaam
Internet und Kochen… mehr nicht. Zumindest am Tage. Des Abends landen Sadi und ich im Q-Bar in Dar. Eine verschaerfte Zappelhalle mit Livemusik. Dort lerne ich Akwenya kennen und wir zappeln bis irgendwann. Sadi ist fast bewustlos und ich fahre mit seinem Landrover nachhause. Dort angekommen, hoere ich aus dem Zelt wie Sadi mit dem Wagen ueber eine Stunde am Strand rumjuckt. Dabei versuchen irgendwelche Idioten ihn zu ueberfallen, er rast in ein Boot und verliert dabei seine Frontscheibe. …keine Sorge, ihm ist nichts passiert… warum parken da bloss Boote??
18. September 2004 20km noerdlich von Dar es Salaam
Der gestrige Nacht war ‘was anstrengend gewesen und deshalb ist Erholung angesagt. Sadi bekommt Aerger mit Bona und kriegt eine Woche Alkverbot aufgebrummt…ooaah! 19. September 2004 20km noerdlich von Dar es Salaam
Heute kommen ein paar Leute vorbei und wie machen eine kleine Feier… wieder 20 Leute kennengelernt. Unsere Reisebilder und -geschichten beschaeftigen uns eine weile beim Bier. 20. September 2004 20km noerdlich von Dar es Salaam
Weil Normen heute nach Tanga zurueck faehrt, beschliesse ich bis nach Bagamojo mitzukommen um mir das Staedtchen anzusehen. Akwenya kommt mit und es stellt sich raus dass sie sich noch weniger auskennt als ich…toll, die Leute kommen hier nicht viel rum. Bagamojo ist verschlafen und langweilig und bald ging’s wieder zurueck. Der Rest des Tages rumlungern und den Strand geniessen. 21. September 2004 20km noerdlich von Dar es Salaam
Wie gestern… nur ohne Bagamojo…ach ja, meine Waesche… soll ich meine AT putzen?…ach nee.
22. September 2004 Indische Ocean
Am Morgen teilt man mir mit dass ein Schmuggelboot heute “rueber” geht und ich soll mich bereit halten. Tja, das tat ich auch… nur es kam kein Boot. Ich verbringe die Zeit mit Bilder sortieren und Musik. 23. September 2004 Stone Town
Nachts, um halbeins ruettelt einer an mein Zelt und ruft “Mr. John, Mr. John” (ich hab’ keinen Schimmer warum er mich so nennt). Der Dhow steht bereit und man wartet auf mich ca. 30m entfernt. Das Wasser ist ruhig und eine sanfte Brise weht uns rueber nach Zansibar. Weil die Nusschale kaum Wasser bricht, entstehen wenige Wasserstrudel
und wir wiegeln zwischen den sanften Wellen das wie eine Folie wirkt…unheimlich! Um 6 erreichen wir die Insel am suedwestlichen Teil (noerdlich von Fumba). Der junge Kapitaen bringt mich zu seinem Dorf und auf einem Laster hoppeln wir nach Stone Town. Dort angekommen, rufe ich Frank an (ein Freund von Sadi) der mir erst mal eine preiswerte Bleibe besorgt. Am Nachmittag duschen und schlafen bis 19. Der Abend war nicht so toll weil heute Donnerstag ist und ich den ganzen Abend von Nutten belaestigt werde. In allen Staedten passiert das eigentlich auch, nur sehen die teilweise richtig knaller aus. Aber hier sehen die Nutten auch noch nuttig aus…iieehhh! …und dann auch noch sauteuer !(Uebrigens, der Preisunterschied local/Mzungu ist immens. Das gibt einem noch mehr zu denken…juck) Was sind das fuer Leute, diese Mzungus??24. September 2004 Chumba Island
Das Fruehstueck im Hotel war ok, Frank und ich latschen durch die Stadt um die obligatorischen Bilder zu machen. Weil mir die Dhow-Fahrt zu wage ist, beschliesse ich mit dem teuren Sea-Express zurueck zu fahren.
Frank und ich versuchen einen Einheimischen Ticket (30%) zu bekommen, die ich auch bekommen habe mit Hilfe von Sadi (am Telefon) Kaum. hatte ich das Ding, ruft Helen an und fragt ob ich -mal eben- nach Chumba Island kommen kann um ihr Solar-Anlage zu reparieren. (wer Helen ist und wie sie an meine Nummer kommt ist eine komplizierte Geschichte mit Normen und ein paar andere Leute in Tanga). Chumba Island ist eine Art Naturschutz-Paradies fuer 200,-USD/Nacht und 18 Leute auf der Insel. Mein Ticket zu verschieben war irgendwie fuer sie kein Problem… selbst ohne Arbeitserlaubnis (Einheimischenticket). Das Grauen dass sich mir eroeffnete (Elektrik…arbeiten…ieeeh) war aber relativ zuegig erledigt und jetzt finde ich raus was alle Leute nach Z-Bar zieht: Von der Kueste des Insels schwimmst Du ein bisschen, ziehst Deine Schnorchelsachen an und tauchst ein in ein Salzwasseraquarium der man sonst nur beim “Italiener” sieht beim Pizza. Korallen ueberall!
Die ganzen bunten Fische schwirren um mich rum (so, zum anfassen!). Sogar Riesenschildkroeten! Ich bin derart fasziniert dass ich 2 Stunden im Wasser bleibe und meine Koerpertemperatur sinkt auf “nur” 28grad (Wassertemperatur) ab…oberaffentittengeil !!!Abends im Aerztekongress, gab’s ein Hammeressen und ein Verzeahlchen. Uebrigens, die Bandas fuer 20,-USD bei Peponi’s waren besser… Die leute sind hier locker mit den Scheinen. 25. September 2004 20km noerdlich von Dar es Salaam
Nach einer Nacht im Managerunterkunft gab’s nach dem Fruehstueck ein Elektrotechnikgrundkurs im Schnelldurchgang fuer Ali. Um 10 ging das Boot nach Z-Bar und hinterher ging’s zum Office um mit der technikbegeisterte Helen zu verhackstueckeln was zu tun ist. Bis zum “Sea express” war noch Zeit… also nochmal den Marktplatz besichtigen, nochmal mit Frank getroffen und ab zum Hafen. Helen scheint weitreichende Beziehungen zu haben, denn meine Sorge bzgl. des Einheimischentickets war kein Thema. Der Sea-Express ist ein Nobelboot mit DVD und Klimaanlage und die Zeit verging zuegig trotz des “ich kloppe mich die ganze Zeit rum”-Films. Ca. 300 Taxifahrer bequatschen mich in Dar und ich komme an einer Riesenhochzeitsfeier vorbei. Zu erwaehnen waere noch, dass eine dala-dala (Luganda: Matatu, oder Minibus) Umstieg in Mwenge gar nicht so einfach ist. Immer laecheln sag’ ich… es passieren die unglaublichsten Dinger… Am spaeten Abend im “Mahaba Beach” angekommen, werde ich so begruesst dass man nie wieder weg will ! Nach der Feier (Kindergeburtstag) ging’s ins Staedchen ein bisschen zappeln. (Sadi darf wieder trinken) Dies’ mal ist Bona dabei: Sadi faehrt zurueck und Bona geht’s schlecht. Ach ja, beinahe vergessen… irgendwelche Idioten haben ein Nachbarauto aufgebrochen und vier Autobesitzer verdreschen ziemlich brutal zwei Waechter… naja, der normale Wahnsinn eben. 26. September 2004 20km noerdlich von Dar es Salaam
Heute wollen wir mit’m Boot rausfahren Weil Sadi meint dass es hier auch Korallen gibt und Schnorchelzeug hat er auch. Doch bis jetzt sind die Beiden nicht aufgetaucht…

Mittwoch, 15. September 2004

linksfahren wieder angesagt

Salama,

Kiswahili-Land hat mich wieder und damit ist wieder "linksfahren" angesagt. Im Moment bin ich ca. 20km noerdlich von Dar es Salaam, habe mich wieder mit Normen getroffen und entspanne mich von den vielen Kilometer die ich in lezter Zeit abgespult habe. Weil der Platz hier noch im Bau ist, steht hier nur eine ca. 12m durchmessende, wandlose Huette auf Sand. In der Mitte der Huette steht ein kleiner Tisch mit einem Rechner (worauf ich diese Mail schreibe... mal sehen ob es mit dem Foto klappt) und links und rechts davon stehen unsere Zelte. Ca. 50m hinter mir ist der indische Ocean mit all den Palmen und weisser Sand. Der Besitzer, ein paar Helfer und wir beiden sind die einzigsten die es hier zu sehen gibt. Reggae-musik traellert... noch'n Tag im Paradies eben. Was ein bisschen stoert, ist die Mueckenplantage die sich innerhalb von 2 Stunden in mein Vorzelt gebildet hat. Wenn’s so weiter geht habe ich bald kein Platz mehr im Zelt vor lauter Muecken.
Dar es Salaam ist riesig gross und wenn ich innerhalb von 30min vier andere ATs sehe, geht's mir eh' gut.
Zum ersten mal in Afrika stehe ich an der Tanke, schluerfe eine Flasche Wasser, und kein Mensch interessiert sich fuer mich oder meine AT... Tja, in Dar ist es relativ zivilisiert.
Unterwegs gab es viele kleine Wirbelwinde die wie Bonsai-Tornados aussehen (ca. 2m Durchmesser) und den Dreck stellenweise, wie im Film, in die Hoehe wirbeln.

Kwaheri
Mike

Next Steps: After exploring the area and maintaining the bikes (one or two weeks), Normen and I will be heading to the mosambique border (Mtwara). Then westwards to Sombea then northeast to Njombe and then southwest to M… to get a ferry to Livingston

7. September 2004 Kigali
Die Offroadpiste nach Kibuye ist zu nass und weil ich Alberto mit nach Kigali nahme, waehle ich wieder die Asphaltstrecke ueber Ruhengeri. Da angekommen, checken wir im St. Paul Kirche ein fuer'n 2-Bett-2-Raum-Zimmer fuer 2500,- jeder. Am Abend lerne ich alle Italliener die in Kigali rumlaufen kennen beim Pizza... ob ich franzoesisch oder itallienisch nicht verstehe ist mir egal. Es sind lustige Jungs und wir landen im Nachtclub KBC bis ich um 7 "nachhause" komme.8. September 2004 Kigali
Irgendwie ist mir nicht zum Fahren zumute. Um 10 geht's zum deutschen Restaurant mit Supermarkt wo's deutsches Brot gibt! Gegen 11 zum Immigrationsamt fuer'n neuen Arbeitserlaubnis fuer Alberto. Internet und Geld tauschen dann faengt's wieder an zu regnen (wie jeck!). Am Nachmittag lege ich mich hin bis um 20. Abends bei Giovanni (zuhause) zu Besuch und hinterher wieder zu KBC. 9. September 2004 Kahama
Grosse Umarmung und Tschoe bis irgendwannmal. Der Osten von Rwanda scheint deutsches Gebiet zu sein wenn man die Hessischen Schilder sieht und Strabag die Strassen baut. Die Strasse ist asphaltiert und die Landschaft ist wie im Norden (franzoesische Alpen). Immigration an der Rwandaseite hatte Mittagspause...also warten. Tansania war ziemlich genau mit den Papieren und dann ging's bergab und es wurde immer waermer und trockener. Asphalt bis Kahama und rums... 'hab ich wieder ein Tier platt gefahren. Dies' mal ein Affe...scheisse. Ein Motel in Kahama hatte keine Zimmer mehr aber dafuer stelle ich mein Zelt im Hof auf fuer wenig Geld. 10. September 2004 irgendwo
Mein "Enduro 4" weg und den "TKC 80" aufgeschnallt. Kein Meter zu frueh, denn Offroad war angesagt. Von Kahama nach Norongoro ueber Shinyanga ueber Mhuruze und Lalago. In der Wildness sind die Strassen etwas merkwuerdig: mal einigermassen ausgebaut, mal gar keine Strasse aber hauptsaechlich Wellblechpiste. Manchmal macht es eine vielbefahrenen Eindruck und 100m Meter weiter sieht's aus als wenn vor 3 Wochen mal ein Trecker durch gefahren ist. Abends, alleine im Busch, traellere ich mit meinem Mp3-Spieler. 11. September 2004 Arusha
In diesem "nichts" finde ich nicht mal die Himmelsrichtung wenn die Sonne genau ueber einem steht. Wenn ich jemand treffe, zeigt jeder in eine andere Richtung...
im Abenteuer ist es zu laestig einen Kompass oder GPS auszupacken... Von 9:00 bis 15:00 brauche ich, merkwuerdigerweise, bis Mbulu dann nach Karatu. Mit ca. 650km von Shinyanga bis Arusha kann man sagen dass ich die Gegend ziemlich abgegrast habe. Ziemlich durchgeschuettelt, habe ich die Faxen dicke bis die Sonne sank und die Berglandschaft (ca. 70km vor Karatu) in eine sagenhafte Beleuchtung setzte...unglaublich schoen. Ab Karatu ist Rennstrecke angesagt, doch soo schnell geht's nicht... (pass op, dat weed jez juht...) Giraffen laufen auf der Strasse rum und gucken einen verwundert an! Gegen 20:00 komme ich im "Snake Park Camp" an, verzelle mit ca. 30 Hollaender und baue das Zelt irgendwann auf.Zu sagen waere noch: "Nimm mich jetzt, auch wenn ich stinke. Denn sonst sag' ich winke winke..." konnte ich singen, denn 2 Tage Hitze und Dreck machen sich bemerkbar. Und: Die Hollaender hatten Rotwein dabei...mmmh! 12. September 2004 Arusha
Arusha ist eine Stadt die mir nicht gefaellt...staubig, unuebersichtlich und die Mzungu-Plaetze sind -dank der vielen UN-Leute- doppelt so teuer wie in Deutschland. Waesche, Telefonkarte (+255 (0)748 379845) und Internet sind fuer heute angesagt. Die Zeit ist zu knapp, die Parks sind zu teuer und der "Snake Park" ist mega langweilig (kein Wunder bei den ganzen Overlander) um zu bleiben, also geht's morgen weiter. Als es abkuehlt, wechsele ich die Bremsbelaege und stelle fest dass die Elektrik an der Rueckleuchte die Rappelei nicht ueberlebt hat... das mach' ich in Dar. 13. September 2004 20km suedlich von Tanga
Heute ist Kilometer abspulen angesagt. Es ist bewoelkt und so sehe ich nicht viel vom Kili. Im Dunkeln erreiche ich "Peponi's Camp". Ausser mir ist nur Lucy (macht ihr Diplomarbeit in Zambia) im Camp. Wir fangen ein Verzell an und beschliessen zusammen eine Nachtdhow nach Sansibar zu nehmen, in der naechsten Nacht. 14. September 2004 20km suedlich von Tanga
Die Nachtdhows sind Schmuggelboote zwischen Stonetown und Pangani. Doch weil das Telefonnetz, den ganzen Tag ausfaellt, haellt man uns hin und spaeter sagt man uns ab weil keiner weis wo die Jungs vom Zoll rumlungern. Wir verbringen den Tag mit Schwimmen (ca. 26grad Wassertemperatur) und am Strand abhaengen... noch ein weiterer Tag im Paradies...hmm. Meine Elektrik ist OK. Die Birne ist hin. 15. September 2004 20km noerdlich von Dar es Salaam
Schade dass es mit der Nachtdhow nicht geklappt hat. Lucy verabschiedet sich und laut Aussage der Platzbesitzer gibt es keinen Weg ueber dem Wami-River. Also nehme ich den Asphaltweg ueber Tanga nach Dar. Ein bisschen langweilig war's schon, besonders als Normen spaeter erzaehlt wie er eine Eisenbahnbruecke gefunden hatte (2m breit und 40m lang).... so'n Mist, vielleicht fahre ich nochmal zurueck! Wenn man durch's Gelaende unbedarft faehrt, findet man tolle sachen, z.B. einen im Bau befindlichen Campingplatz, wo man fuer Lau zelten kann.